Katar
Sehenswürdigkeiten
Doha
Eine mit Palmen gesäumte breite Panoramastraße, die Corniche, zieht sich in einem 7 km langen Bogen um die Bucht. Sie bildet mit der ersten der drei Ringstraßen ein Rund, in dem sich alle Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt befinden.
Am Ostende der Corniche gelangen Sie an der Einmündung der Al-Muthaf Street zum Nationalmuseum, in dem fast alles angesammelt ist, was aus Katars Geschichte erhalten blieb. Die Ausstellungsstücke im ehemaligen Palast des Scheichs Abdullah bin Mohammed, der von 1931 bis 1951 herrschte, sind in dem Labyrinth aus Räumen, Gängen und Innenhöfen eher in zwangloser Folge angeordnet und beschwören das Leben der Vorölzeit herauf. Besonders eindrucksvoll ist ein realitatsgetreues Beduinenzelt samt Teppichen, bestickten Kissen und Kaffeekanne. Eine Abteilung ist der Erdölindustrie gewidmet, und draußen schaukeln hübsch restaurierte Daus (altarabische Segelschiffe) in einer Lagune. Aus einigem Abstand können Sie auch die einheimische Meeresfauna betrachten - darunter Haie und Stachelrochen.
Bei einem Bummel von der Corniche aus ins Stadtzentrum durch die Jasim bin Mohammed Street kommen Sie am Uhrturm, einem Wahrzeichen der Stadt, und an der Großen Moschee mit ihren vielen Kuppeln vorbei zum Doha Fort, einer alten Burg, in der traditionelles Beduinen-Kunsthandwerk verkauft wird. In der nahen Al-Najada Street wurde hinter einem Parkplatz ein Haus mit Windturm als Ethnografisches Museum instand gesetzt - nur noch wenige Katarer haben zu Hause eine solch umweltfreundliche Klimaanlage.
Wagen Sie sich in das Gassengewirr des Suks gleich gegenüber, der Ihnen, sollten Sie nicht gerade eine Ziege oder einige Tabakblätter brauchen, zumindest einen Einblick in arabische Lebensart verschafft.
Der Norden
Al-Khor, 67 km nördlich von Doha an der Küste gelegen, ist ein einladendes Städtchen um einen Dau-Hafen. Im Museum, einem ehemaligen Posten der Hafenpolizei, sind jahrtausendealte Funde aus der Nachbarschaft ausgestellt. Am Hafen wurden einige alte Wachttürme restauriert. In der Experimentierfarm Rawdat al-Faras werden Versuche zur »Begrünung« der Wüste durch den Anbau von Obst und Gemüse unternommen. Ein Picknickgelände mit Restaurants und Grillvorrichtungen ?nden Sie in Al-Khor Gardens (kurz hinter der Abzweigung nach Al-Khor von der Hauptstraße nach Norden aus). Al-Ruweis an der Nordspitze der Halbinsel war einst der Anlaufhafen für Fähren aus Bahrain; in seinen klaren Gewässern leben mehrere Arten von Korallen und Tropen?schen. Hier steht eines der Häuser oft Besuchern offen, die sich ins teppichbelegte majlis (Wohnzimmer) setzen, gesüßten Kaffee oder Tee schlürfen und draußen die Jagdfalken auf ihrer Stange in Augenschein nehmen.
Die Strände in der Gegend von Al-Ruweis bieten ausge-zeichnete Möglichkeiten zur Ausübung von Wassersport aller Art, vom Schnorcheln bis zum Wasserskifahren.
Al-Zubarah war bis vor 100 Jahren der bedeutendste Ort der Wüstenhalbinsel. Heute liegt er recht verlassen da, nur hin und wieder von Katarern bei Falkenjagden besucht. Die 1938 als Beobachtungsposten für die Küstenwache erbaute Festung wur- de 1987 in ein Museum umgewandelt. Das rechteckige Bauwerk mit drei runden Türmen und einer quadratischen zinnenbewehrten Bastei bietet weite Ausblicke auf die kahle Wüste und aufs Meer hinaus, wo die Sicht an klaren Tagen bis nach Bahrain im Westen reicht. In mehreren der um den Hof gelegenen Räume sind archäologische Gegenstände aus der Zeit um 5000 v. Chr. zu sehen.
Der Süden
Al-Wakrah ist gleichbedeutend mit Perlentauchen; die Fahrt von Doha aus dauert nur 20 Minuten. In einem restaurierten alten Haus nahe des Hafens befindet sich ein meereskundliches Museum. Dahinter liegen einige Ruinen, die von einem Palast stammen sollen.
Hinter der Stadt Umm Said, Zentrum der petrochemischen und der Stahlindustrie, erstreckt sich die Wüste fast endlos nach allen Seiten. Nur ab und zu am Horizont auftauchende Dromedare beleben die unermessliche Weite aus Sand und nochmals Sand - Woge um Woge von Dünen, bis zu 40 m hoch. Beliebte Sportarten sind hier neuerdings »Dünenfahren« und Sandskilaufen; Fahrzeuge mit Allradantrieb ersetzen den Skilift.
Nach holpriger Fahrt weiter in südlicher Richtung - nur mit einem Kompass als Wegweiser - stoßen Sie plötzlich auf das »Binnenmeer« Khor al-Udeid. Es ist keine Fata Morgana, sondern eine Salzwasserbucht, die durch einen 7 km langen Kanal mit dem Golf verbunden ist. Khor al-Udeid liegt praktisch auf der Grenze zu Saudi-Arabien und ist ein Paradies für Drachen?ieger, Angler, Schnorchler und Sonnenanbeter.
Nach einem Tag voller Sonne und Vergnügen am und im Was-ser dieses Wüstensees können Sie über die Küstenstraße nach Doha zurückfahren; das ist nicht so mühsam wie die kürzere Dünenstrecke.
Copyright © 2012 JPM Publications SA