Oman

Geschichtlicher Überblick

ca. 2000 v. Chr.

Perser führen das falaj genannte Bewässerungssystem ein, die Landwirtschaft entwickelt sich.

2. Jh. v. Chr.

Oman ist Handels- und Seefahrtszentrum für Schiffe auf dem Weg nach Indien, Ostafrika und selbst China.

7. Jh. n. Chr.

Die Omaner werden vor dem Tod des Propheten Mohammed (632) zum Islam bekehrt. Die strenggläubige Sekte der Ibaditen gewinnt den Vorrang und wählt Imame zu religiösen und weltlichen Herrschern.

14. Jh.

Sohar an der Nordküste entwickelt sich dank des Handels mit dem Osten zu einem wichtigen, reichen und weltoffenen Hafen.

16. Jh.

1507 bemächtigen sich die Portugiesen mit einer Flotte der Küste, um ihre Seehandelswege nach Indien und den Gewürzinseln Indonesiens abzusichern.

17. Jh.

Masqat wird 1622 von den Portugiesen befestigt. Ein Bürgerkrieg zwischen verfeindeten Herrschern kommt mit der Wahl von Nasir bin Murshid zum Imam zu einem Ende. Er vereint das Land von 1624 bis 1649 und beginnt, die Portugiesen aus Masqat zu verdrängen. Sultan bin Saif folgt 1650 auf seinen Vetter. Die Portugiesen werden ausgewiesen, die Bewässerungskanäle repariert, die Landwirtschaft ausgeweitet und die Flotte so weit verbessert, dass sie die Portugiesen sogar bis nach Indien und an die Ostküste Afrikas vertreibt. Der Sklavenhandel wird zum wichtigsten Wirschaftszweig der Region.

18. Jh.

1730 nimmt Oman die Insel Sansibar vor der Ostküste Afrikas ein. Innere Rivalitäten führen zum Bürgerkrieg, der erst beendet wird, als Ahmad bin Said 1744 zum Imam gewählt wird. 1798 wird das erste einer Reihe von Abkommen mit Großbritannien abgeschlossen.

19. Jh.

Mitte des 19. Jh. steht Oman auf dem Höhepunkt seiner Macht, herrscht über Mombasa und Sansibar und Teile des heutigen Pakistan und Indien. 1891 wird das Sultanat britisches Protektorat. Die Bevölkerung des Landesinneren erhebt sich gegen die Regierung; die Probleme mit den rebellischen Stämmen gehen auch im 20. Jh. weiter.

20. - 21. Jh.

Der Vertrag von Seeb stellt 1920 den Frieden wieder her, doch schon bald brechen neue Unruhen aus. Mit britischer Hilfe wird 1959 ein neuer Friedensschluss erreicht. 1963 erhebt sich die südliche Provinz Dhofar. 1967 beginnt der Erdölexport. 1970 entthront Qaboos bin Said seinen Vater und nennt das Land fortan Sultanat Oman. Der Krieg in Dhofar endet 1976. Der Staat investiert 1970 - 74 kräftig in die Entwicklung und geht danach zu einem gleichmäßigen Tempo geplanten Fortschritts über. Seit 1997 dürfen Omanerinnen wählen und gewählt werden. Die Suche nach Erdöl und anderen Bodenschätzen dauert an, gleichzeitig werden Landwirtschaft und Industrie ausgebaut und in beschränktem Maß der Tourismus entwickelt.

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