Oman
Einkaufsbummel
Silberschmuck aus Oman ist besonders schön; traditionelle Muster werden kunstvoll verarbeitet, und das Angebot in den Suks reicht von entzückenden kleinen Schminkdosen bis zu schweren Halsketten, manchmal mit Intarsien aus Bronze, Gold, Buntglas oder Goldmünzen. Schmuckläden verkaufen alte Maria-Theresien-Taler, die etwa 20 g Silber enthalten. Die meisten wurden erst im 19. oder 20. Jh. geprägt, auch wenn das Todesjahr der Kaiserin (1780) darauf steht. Die kostbarsten der ziselierten, khanjar genannten Krummdolche wurden traditionsgemäß mit Griffen aus Rhinozeroshorn versehen. Jetzt wird meist Kunststoff oder Holz verwendet. Aus Messing und Kupfer gibt es attraktive Mitbringsel, besonders schön sind die Kaffeekannen mit typischen Schnäbeln. Die Auswahl an Stoffen und Textilien aus fernen Ländern ist verführerisch, vor allem Kaschmir-Schals (die viele Omaner als Turbane tragen) und Kaftane.
Gewürze rufen daheim die Erinnerung an exotische Gerichte wach; auch Rosen- oder Orangenwasser, das von den Terrassengärten des Grünen Gebirges stammt, verleiht Speisen eine unverkennbar nahöstliche Note. Weihrauch ist ein königliches Geschenk. Auf der ganzen Welt gibt es nur drei Gegenden, wo die buschartigen Bäume, aus denen er gewonnen wird gedeihen: Jemen, Nord-Somalia und Dhofar in Süd-Oman. Das aromatische Harz fließt aus Einritzungen, die man in den Stämmen anbringt, und verfestigt sich dann zu bernstein- oder goldfarbenen Klumpen, die dank ihres Ölgehalts leicht brennen. Weihrauch wurde sowohl als Heilmittel als auch zu kultischen Zwecken verwendet.
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