Punisches Mausoleum

Punisches Mausoleum

Das an der Küste 70 km westlich der Hauptstadt gelegene Sabratha erlebte seine Blütezeit unter den Römern vom 1. Jh. v. Chr. bis zum 4. Jh. n. Chr. Ein starkes Erdbeben im Jahr 365 hinterließ für immer seine Spuren. Nach der Eroberung durch die Araber versank der Ort in Bedeutungslosigkeit, bis vor dem 2. Weltkrieg die Italiener mit den archäologischen Ausgrabungen begannen. Die Lage am Meer, der honigfarbene Stein und die Qualität der Steinmetzarbeiten machen aus Sabratha eine der beeindruckendsten historischen Stätten Nordafrikas. Gleich am Eingang zieht das imposante Theater die Blicke auf sich ' doch sparen Sie sich seine Besichtigung als Höhepunkt für den Schluss Ihres Rundganges auf! Gehen Sie stattdessen geradeaus zum Byzantinischen Tor in der Stadtmauer aus dem 6. Jh. Da den Byzantinern die Arbeitskräfte fehlten, befestigten sie nur den älteren Teil der Stadt, etwa ein Drittel des gesamten Gebiets. Noch außerhalb der Mauer sehen Sie links die Ruinen des Punischen Mausoleums (Mausoleum von Bes) aus dem 2. Jh. v. Chr., ein ungewöhnlicher Bau von 23 m Höhe. Im unteren Drittel sind auf einem dreiseitigen Fundament Säulen angedeutet, darüber stehen prächtige Löwenskulpturen und zuoberst folgt ein obeliskähnlicher Aufsatz. Hinter dem Byzantinischen Tor führt der Cardo (die Hauptstraße) zum Forum. Unterwegs sehen Sie auf der linken Seite den Forum-Tempel und die Apollonius-Basilika, eine Kirche aus dem 5. Jh., rechts den Tempel der Antoniner und schon auf der Höhe des Forums den Liber-Pater-Tempel. In der Curia auf der Nordseite des Platzes, dem Meer zu, versammelten sich die Stadtväter. Im Kapitols-Tempel auf der Westseite wurde der große Jupiterkopf gefunden, der sich nun im Museum befindet.

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