Kuwait
Geschichtlicher Überblick
2000 v. Chr.
Failaka, die größte der neun Inseln des Landes, ist ein Handelsplatz und gehört möglicherweise zur legendären Tilmun-Kultur aus Bahrain.
4. Jh. v. Chr.
Zur Zeit Alexanders des Großen siedeln sich Griechen auf Failaka an und nennen es Ikaros; es wird für Fisch und Perlen bekannt.
17. Jh. n. Chr.
Barrak bin Ghurian, der Scheich des Bani-Khalid-Stammes, errichtet um 1672 auf dem Festland ein kut, ein kleines festungsartiges Gebäude. (Von dieser Bezeichnung ist vermutlich der Name Kuwait abgeleitet.)
18. - 19. Jh.
Aus dem Westen der Arabischen Halbinsel wandern mehrere Stämme ein, darunter die Bani Utubi, zu denen Familien wie etwa die Al-Sabah, Al-Khalifa und Al-Zayed gehören. Nach einer Zeit heftiger Rivalität wird Scheich Sabah bin Jaber um 1753 einstimmig mit der Rechtsprechung und der Führung der Staatsgeschäfte betraut. Die Türken versuchen vergeblich, Kuwait in das Osmanische Reich einzugliedern. Scheich Mubarak unterzeichnet 1899 einen Protektoratsvertrag mit Großbritannien.
20. Jh.
Um 1920 sucht die von Abd al-Aziz (dem späteren König Ibn Saud von Saudi-Arabien) gegründete kriegerische Beduinen-Bruderschaft, das Land an sich zu reißen; Kuwait-Stadt wird schnell mit einer Verteidigungsmauer umgeben. Großbritannien entlässt 1961 Kuwait in die Unabhängigkeit. Mit den erhöhten Einkünften aus der Erdölproduktion steigt der Lebensstandard beträchtlich.
Am 2. August 1990 wird Kuwait von irakischen Truppen angegriffen und überrannt, die Herrscherfamilie ?ieht nach Saudi-Arabien, und Irak erklärt das Land zu seiner 19. Provinz. Im Auftrag der UN befreit eine von den USA angeführte internationale Streitmacht Anfang 1991 das Emirat. Im November 1994 akzeptiert der Irak die von der UNO neu festgelegte Grenze zu Kuwait.
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