Kuwait
Modernes Emirat
Drei unübersehbare Türme ragen als Wahrzeichen am Meeresufer über Kuwait City auf. Dahinter erheben sich an der Bucht ganz im Nordosten der Arabischen Halbinsel die Hochhäuser der strahlenden Hauptstadt des Emirats. Zwischen modernen Moscheen und Palästen, glitzernden Einkaufszentren und Bürogebäuden sind auch noch Reste der alten Stadtbefestigung und vereinzelte ummauerte Wohnhäuser zu entdecken. Ein Netz von sechs- und achtspurigen Autobahnen - manchmal von Straßenkreuzern verstopft - zieht sich von hier hinaus ins Land. Die Wunden des Golfkriegs sind fast völlig verheilt.
Kuwait grenzt an Irak, Saudi-Arabien und im Osten an den Arabischen Golf; es ist mit 17800 km2 nur ungefähr halb so groß wie Baden-Württemberg und überwiegend eine weite Wüste, in der man hier und da zwischen den Dünen schwarze Beduinenzelte am Horizont erspäht. Bis zur Entdeckung von Erdöl spielte die Gegend vor allem eine Rolle als Zwischenstation auf den Handelswegen von Asien nach Europa, und daneben wurden Fischerei und Perlentauchen betrieben. Heute ist »Schwarzes Gold« die Haupteinnahmequelle, und die Burgan-Bohrfelder gehören zu den größten der Welt. Nach Behebung der Kriegsschäden werden hier täglich wieder 2 Millionen Barrels - rund 320 Millionen Liter - gefördert?
Kuwaits Nationalversammlung ist das einzige gewählte Parlament aller Golfstaaten, während der Emir eine bis 1753 zurückreichende Dynastie vertritt.
Um das Land in Schwung zu halten, ist ein Heer ausländischer Arbeitskräfte erforderlich: Kuwaiter stellen nicht einmal die Hälfte der schätzungsweise 2,1 Millionen Bewohner des Emirats.
Copyright © 2012 JPM Publications SA