Jordanien

Geschichtlicher Überblick

10 000 v. Chr.

Die ersten Bauern werden im Jordantal sesshaft. Zwei der ältesten bekannten Siedlungen der Welt werden später in Beidha bei Petra und Ain Ghazal nahe Amman gefunden.

4. Jh. v. Chr. - 1. Jh. n. Chr.

Das gesamte Gebiet nördlich des Roten Meeres gehört

zum mächtigen Nabatäerreich; die Hauptstadt Petra ist der führende Umschlagplatz für die Karawanen. Die Nabatäer beherrschen die Handelswege zwischen Ägypten, Arabien und Mesopotamien.

2. - 6. Jh.

Das Reich der Nabatäer wird 106 n. Chr. von den Römern besetzt und ihrer Provinz Arabia angeschlossen. Während Aqaba eine wichtige Nahtstelle auf dem Weg zwischen Damaskus und Ägypten ist, erlebt auch Petra seine größte Blüte als Handelsstadt.

7. - 12. Jh.

Kalif Omar I. nimmt 639 Aqaba ein. 1116 wird die Stadt von den Kreuzfahrern erobert, die auf einer Insel unweit der Küste und im Wadi Musa bei Petra kleine Festungen errichten. Die ganze Gegend fällt im 12. Jh. unter die Herrschaft Saladins, des Sultans von Ägypten und Syrien.

13. - 18. Jh.

Im 14. Jh. erbaut der Mameluckensultan Kansah el-Ghuri in Aqaba ein kleines Fort, das heute noch dort steht. Petra gerät nach und nach in Vergessenheit.

19. - 21. Jh.

Der Schweizer Johann Ludwig Burckhardt, der 1812 durch den Engpass Bab es-Sik reitet, stößt auf die Gräber von Petra. Während des 1. Weltkriegs ist Aqaba Hauptquartier des Emirs Faisal I. von Arabien beim Aufstand der Araber gegen die Türken. 1925 wird die Grenze zwischen Jordanien und Saudi-Arabien neu festgelegt; Aqaba wird Teil Transjordaniens. In den 1970er-Jahren lenkt König Hussein die Aufmerksamkeit auf die touristischen Möglichkeiten der Stadt. Kriegerische Auseinandersetzungen mit Israel und der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) erschüttern das Land über Jahrzehnte hinweg. 1994 setzt die Unterzeichnung des Friedensvertrags zwischen Jordanien und Israel den jahrelangen Spannungen zwischen beiden Ländern ein Ende. Im Februar 1999 stirbt der hoch geachtete König Hussein, sein Sohn folgt ihm als Abdullah II. auf den Thron. Seit seinem Amtsantritt hat Abdullah II. zahlreiche Reformen durchgeführt - so sind etwa heute sechs Sitze im Parlament für Frauen reserviert.

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