Jemen allgemeine Information

DERZEIT BIETEN WIR KEINE REISEN IN DEN JEMEN AN!

Staatsgebiet: 536.869 km²
Hauptstadt: Sana’a
Nationalfeiertag: 22. Mai (Vereinigung von Nord- und Südjemen 1990)
Unabhängigkeit: Nordjemen: 30.10.1918 (Osmanisches Reich); Südjemen: 30.11.1967 (Großbritannien)
Staatsform: Islamische Präsidialrepublik

Landessprache:
Amtssprache: Arabisch; Englisch ist die wichtigste Handelssprache.

Religion, Kirchen:
Staatsreligion ist der Islam (75% Sunniten, 20% schiitische Zaiditen).

Bevölkerung:
ca. 22,4 Mio. – davon:
97% Araber; ca. 1% pakistanische oder indisch-muslimische Gastarbeiter; ca. 2% ethnische Somali.

Lage: Im Süden der Arabischen Halbinsel; grenzt im Norden an Saudi-Arabien, im Osten an den Oman, im Süden an den Golf von Aden und das Arabische Meer.

Einreise und Zoll: Zur Einreise benötigt man einen gültigen Reisepass und ein gültiges Visum. Der Reisepass muss noch mindestens 6 Monate Gültigkeit haben. Reisenden, deren Pässe israelische Visa oder Einreisestempel enthalten, wird die Ausstellung eines Visums bzw. die Einreise in den Jemen verweigert.

Gesundheit: Ärztliche Hilfe ist in den Städten gewährleistet, im Bedarfsfall wenden Sie sich an Ihre Reiseleitung oder die Hotelrezeption. Spezielle Impfungen sind derzeit keine vorgeschrieben. Empfohlen werden Hepatitisimpfung A+B, sowie eine Malaria- und Typhusprophylaxe. Das Trinken von Leitungswasser sollten Sie unbedingt meiden, bevorzugen Sie in Flaschen abgefülltes Mineralwasser. Die Mitnahme einer Reiseapotheke (Mittel gegen Magenverstimmung, Erkältungen, Pflaster und Desinfektionsmittel etc.) und eines guten Sonnenschutzmittels wird empfohlen.

Klima: Die Inseln und die Küstenebene sind feuchtheiß und insgesamt sehr niederschlagsarm. Die Luftfeuchtigkeit ist mit 60%–85% das ganze Jahr über sehr hoch. Der Niederschlag ist ganzjährig äußerst gering und beträgt meist nur zwischen 25 mm und 150 mm, was mit 5 bis 15 Regentagen im Jahr gleichzusetzen ist. In der Winterhälfte des Jahres ist es sehr warm bei 19°–23° C in der Nacht und 28°–31° C am Tag. Die Sommer sind durch die hohe Luftfeuchtigkeit und Tagestemperaturen von 34°–38° C sehr heiß. Die Nachtwerte sinken meist nicht unter 26° C, oft gibt es sogar Perioden von Tropennächten mit beständig über 30° C. Das Gebirge nimmt mehr als ein Drittel des Landes ein und wird durch den Hauptgebirgszug des Al-Sarat geprägt. Das Klima zeigt sich hier von einer für die Region sehr milden Seite. Die Winter sind trocken und von hohen Temperaturschwankungen gezeichnet: nächtens kühlt es häufig bis fast auf den Gefrierpunkt ab (0°–4° C), während tagsüber die wärmenden Sonnenstrahlen für angenehme Werte sorgen (22°–24° C). Der Sommer zeigt sich mäßig feucht, was vor allem der Landwirtschaft zugute kommt. Im jemenitischen Gebirge werden die höchsten Niederschläge verzeichnet. Das Klima im Hochland ist das ganze Jahr über weitgehend trocken (5 bis 25 Regentage). Die Winter sind mild, aber großen Temperaturschwankungen unterworfen (23°–28° C tagsüber, 0°–6° C nachts), die Sommer relativ heiß mit Tageswerten um 36° C, denen aber kühle Nächte folgen (10°–16° C). An den Wüstenrändern sind Werte von 45° C keine Seltenheit. Die Luft ist ganzjährig eher trocken (25–45 %).

Verhalten im Land: Meiden Sie politische und religiöse Diskussionen und respektieren Sie die Traditionen und die Kultur des Gastlandes. Tragen Sie dezente Kleidung, Schultern, Arme und Beine sollen bedeckt sein. Menschen vor dem Fotografieren um Erlaubnis fragen, keine militärischen Einrichtungen fotografieren. Mit Offenheit und Respekt werden Sie die herzliche Gastfreundschaft der Einheimischen kennenlernen können.

Ramadan: Im Fastenmonat Ramadan ist das öffentliche Essen, Trinken und Rauchen während der Tageszeit gesetzlich verboten. Auch darüber hinaus wird während dieser Zeit eine besondere Zurückhaltung empfohlen.


Der Jemen besteht in seiner heutigen Form als Republik seit dem 22.Mai 1990, dem Tag der Vereinigung der beiden Staaten Nord- und Südjemen. Bis dahin hatten sich die beiden Staaten weitgehend eigenständig entwickelt. Die Jemenitische Arabische Republik im Nordjemen war auf religiöser Ebene sehr konservativ geprägt und pflegte gute wirtschaftliche und politische Beziehungen mit Saudi-Arabien.

Der Südjemen dahingegen ging nach seiner Unabhängigkeit von Großbritannien im Jahre 1967 ein Bündnis mit den kommunistischen Staaten China und der Sowjetunion ein und erhielt militärische, wirtschaftliche und politische Unterstützung. Als die Sowjetunion zerfiel, kam es zwischen den beiden jemenitischen Staaten zu Annäherungsversuchen, die nach 4-jährigen Verhandlungen mit der Vereinigung vom 22. Mai 1990 erfolgreich endeten. Jedoch brachte die Vereinigung nach einer anfänglichen Euphorie auch viele Probleme mit sich, die die Entwicklung des Landes vor allem im wirtschaftlichen Bereich immens beeinträchtigte. Drei Jahre nach der Vereinigung kam es gehäuft zu Konflikten zwischen den beiden Landesteilen, die am 5. Mai 1994 ihren Höhepunkt im Ausbruch eines Bürgerkrieges fanden. Am 20.Mai 1994 wurde in Aden die Demokratische Republik Jemen ausgerufen und Präsident Ali Abdallah Saleh erklärte den Krieg am 7.Juli für beendet. Die Gegner des vereinten Jemens mussten daraufhin das Land verlassen.

Die jemenitische Hauptstadt Sana’a liegt im Zentrum des Landes auf einer Hochebene auf ca. 2300 Meter über dem Meeresspiegel. Dank ihrer einzigartigen Architektur hat sie den Ruf, eine der schönsten Städte Arabiens zu sein. Dies ist auch ein Grund dafür, dass die Altstadt von Sana’a seit 1988 zum Weltkulturerbe der UNESCO gekürt wurde.

Sana’a hat ca. 6000 wunderschön verzierte alte Hochhäuser und 140 Moscheen, die sich in engen und verwinkelten Gassen befinden. In der Altstadt, besonders auf den Märkten, gibt es immer noch traditionelles Handwerk zu bestaunen, aber auch die Moderne hat längst Einzug gehalten, was sich vor allem in der neuen Architektur zeigt. Sana’a ist eine sehr abwechslungsreiche und interessante Stadt und ohne Zweifel einen Besuch wert. Auf den Souks drängen sich die Leute dicht an dicht. Bunte Stoffe, Gewürze und Silberschmuck werden feilgeboten. Um den Gewürzmarkt zu finden, muss man einfach seiner Nase folgen. Die Altstadt von Sana’a zieht auch die Einheimischen, sie ziehen in den letzten Jahren wieder vermehrt in die Altstadt.

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