Jemen

Ein Blick in die Küche

Traditionelle jemenitische Gerichte werden in einem tannur zubereitet, einem Ofen aus sonnengebrannten Ziegeln. Grundnahrungsmittel ist Getreide, zu dem man Gemüse oder Fleisch serviert. Im Süden wird viel Fisch und Reis gegessen.

Normalerweise beginnt eine Mahlzeit mit Rettich und Zwiebeln, gefolgt von Süßspeisen mit Honig und Butter. Danach kommen verschiedene würzige Speisen aus - falls erhältlich - Schaf- oder Rindfleisch.

Nationalgericht ist helba, eine Art dünner Eintopf, zu dem man khobz (Fladenbrot) isst. In einer kleinen Familie bedienen sich alle zum Essen mit der rechten Hand (die linke gilt als unrein) aus einer Schüssel. Bei größeren Gruppen hingegen werden für Männer und Frauen getrennte Gefäße benutzt.

Es gibt zwar Tee, aber das beliebteste Getränk der Jemeniten ist kishr aus Kaffeebohnenschalen, die mit Ingwer, Zimt oder Nelke gewürzt werden. Es war das Lieblingsgetränk in den türkischen Harems und heißt deshalb oft auch »Sultanskaffee«. Man trinkt das Gebräu aus kleinen henkellosen Tassen (die man von unten mit den Fingerspitzen hält).

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