Jemen
Einkaufsbummel
Nach Silber schauen sich Touristen am besten in den Suks von Sanaa, Taizz und Hodeida um - aber aufgepasst: der Silbergehalt ist zuweilen gering, und die Stücke sind »auf alt getrimmt«. Doch viele Halsketten, Ohrringe, Armreifen und Kettchen sind unwiderstehlich; das Edelmetall ist oft mit Koralle, Perlen, Bernstein, Glas oder Keramik verarbeitet. Der Kauf eines Schmuckstücks aus Gold kann lohnend sein.
Als Mitbringsel beliebt ist ein Krummdolch (djambiya); das Modell der Oberschichten (dhuma) ist reich mit Gold und Silber verziert. Mehr Platz im Gepäck beansprucht die ca. 1 m lange Wasserpfeife (madaa), zu der noch ein sperriges dreibeiniges Gestell gehört.
Tonträger mit jemenitischen »Hits« sind von unterschiedlicher Qualität, aber billig. Ferner bieten sich Töpferwaren an, vor allem kleine kishr-Tassen, Krüge, Schalen und Vasen in jeder Größe, oder leuchtende, handgewobene und gefärbte Stoffe und Tücher. Auch manche Stickereien sind prächtig. Duftende Souvenirs sind Gewürze, Parfüms und Döschen mit Weihrauch (vergessen Sie das kleine Gefäß zum Abbrennen nicht). Für Philatelisten sind in den Postämtern größerer Städte Ersttagsbriefe erhältlich.
Wer eine der alten Feuerwaffen erstehen will, die während der osmanischen Besetzung Ende 19. Jh. aus Europa eingeführt wurden, sollte bedenken, dass alles, was über 40 Jahre alt ist, nur mit offizieller Erlaubnis ausgeführt werden darf, ganz abgesehen von den Schwierigkeiten, die Sie bei der Zollabfertigung bekommen könnten. Aden wurde 1991 erneut zum Freihafen erklärt; Zollfreiläden findet man im Tawahi-Bezirk.
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